Ablauf einer Anpassung

Der Pädaudiologe, der HNO-Arzt, die HNO-Ärztin oder die Klinik haben bei Ihrem Kind eine Hörstörung festgestellt und ihm Hörgeräte verordnet. Jetzt stellen Sie sich viele Fragen, vielleicht fühlen Sie sich hilflos und unsicher. Mit diesen Gefühlen betreten Sie das erste Mal gemeinsam mit Ihrem Kind die Räume Ihres Pädakustikers.

Bei unserem ersten gemeinsamen Termin beantworten wir zunächst Ihre Fragen. Vielleicht haben Sie sich bereits zu Hause eine Liste mit Fragen zusammengestellt. Wir erklären Ihnen den Weg der Hörgeräteversorgung, die Ergebnisse des Audiogramms oder der BERA Messung, die Bedeutung des Hörverlustes und die unterschiedlichen technischen Möglichkeiten. Wir informieren Sie über weitere Anlaufstellen, bei denen Sie und Ihr Kind Hilfe und Unterstützung erhalten. Spielerisch kann sich Ihr Kind an uns und unsere Räume gewöhnen. Es soll sich bei uns und mit uns wohlfühlen.

Je nach Alter des Kindes werden wir auf spielerische Art einen Hörtest durchführen. Für die Auswahl der richtigen Technik ist es sinnvoll, möglichst viele Bausteine auszuwerten:

  • aus medizinischer Diagnose,
  • aus Beobachtungen von Personen der Frühförderung, Erzieherinnen oder Lehrerinnen,
  • aus unserem eigenen Test und unseren Beobachtungen.

Zur Vorbereitung der Hörgeräteanpassung nehmen wir bei diesem Termin außerdem eine Ohrabformung vor. Aus dieser Abformung fertigt ein Speziallabor ein Ohrpassstück. Es sitzt in der Ohrmuschel und dem Gehörgang und dient der Schallzuführung vom Hörgerät zum Ohr. Die Abformung geschieht mit einer speziellen Silikonmasse. Vorher legen wir in den Gehörgang einen Watteschirm ein, um das Trommelfell zu schützen.

Nach Abschluss dieses ersten Termins werden wir eine Auswahl von zwei bis drei verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten treffen. Gegebenenfalls nehmen wir Kontakt zur pädaudiologischen Beratungsstelle, der Frühförderung, dem Kindergarten oder der Schule auf. Denn während des Verlaufes der Hörgeräteanpassung in den nächsten Wochen ist es wichtig, dass Ihr Kind von vielen Personen beobachtet wird.

Der zweite Termin bei uns wird ungefähr eine Woche später statt finden. Er dient der Erstanpassung der Hörsysteme. Als Vorbereitung zu diesem Termin hat unser Labor die Ohrpassstücke angefertigt und wir haben die Hörgeräte mit dem Computer auf die speziellen Anforderungen Ihres Kindes eingestellt. Heute werden wir die ersten Hörreaktionen testen und Ihnen die Bedienung und Pflege der Hörgeräte erklären. Wir besprechen, wie Sie durch Ihre Beobachtungen unsere Arbeit unterstützen können. Denn Sie kennen Ihr Kind am besten. Sie werden am schnellsten Veränderungen bemerken.

Es folgen weitere Termine in ein- bis zweiwöchentlichen Abständen, bei denen Sie uns über Ihre Erfahrungen berichten. Wir werden jedes Mal die Hörreaktionen prüfen und entsprechend die Feinanpassung der Hörgeräte vornehmen. Ihr Kind wird im Laufe der nächsten Wochen zwei bis drei verschiedene Hörsysteme zum Vergleich tragen.

Wenn dann nach einigen Wochen die Entscheidung für ein Hörsystem gefallen ist, überprüft der HNO-Arzt oder die HNO-Ärztin die Anpassung des Hörsystems. Anschließend werden wir die Kosten bei Ihrer Krankenkasse beantragen und Sie bei der Abwicklung mit Ihrer privaten Versicherung unterstützen.

In den folgenden Jahren werden wir in zunächst dreimonatigen, später sechsmonatigen Abständen die Hörgeräte, die Ohrpassstücke und die Hörgeräteeinstellung überprüfen. Wir werden weiterhin bei Bedarf den Kontakt aufnehmen zu Kliniken, Ärzten, Beratungsstellen, Kindergärten und Schulen.

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